Ziele der Behandlung

Das erste Ziel ist das Erlangen der Schmerzfreiheit mittels unterschiedlichster Massnahmen.

Das zweite Ziel ist das Erhalten der Schmerzfreiheit durch Erlernen von Verhaltensmassnahmen in Beruf und Alltag.

Das dritte Ziel ist die Prävention. Ein gemeinsam erarbeitetes Heimprogramm wird Sie auf dem Weg in den Alltag unterstützen.

Wir behandeln

  • Beschwerden nach Operationen
  • Sportverletzungen
  • Kreuzschmerzen, Discushernien
  • Nackenschmerzen, Migräne
  • Schulterschmerzen
  • Hüft- und Kniegelenksschmerzen
  • Schwindel
  • Tennisellbogen
  • Achillessehnenreizungen, Fersensporn
  • Schleudertrauma
  • Neurologische Erkrankungen
  • Multiple Sklerose, Parkinson, Hemiplegie, Paraplegie
  • Osteoporose
  • Gangunsicherheit, Sturzprophylaxe
  • Skoliose
  • Arthrose, Arthritis
  • Chronische Schmerzen, Fibromyalgie

Unsere Methoden

Manuelle Therapie

Mit manueller Gelenkmobilisation werden Funktionsstörungen von Gelenken behandelt. Durch gezielten Druck und angepasster Intensität wird ein Gelenk durch kleine repetierende Bewegungen in die gewünschte Position bewegt.

Triggerpunkt Therapie

Als Triggerpunkt kann man sich eine lokale Verspannung im Muskel vorstellen. Eine solche Verspannung entsteht z. B. auf Grund chronischer Fehl- oder Überbelastung (falsche Haltung) oder durch traumatische Überdehnung. Der Hartspannstrang, der dadurch im Muskel entsteht, stört den Muskel in seiner Funktion. Der Physiotherapeut löst den Triggerpunkt durch manuellen Druck und mit manuellen Dehnungen oder mittels Dry Needling (trockene Nadeln).

Dry Needling

Mit Dry Needling (trockenen Nadeln) werden Triggerpunkte und Faszien behandelt. Ein speziell dafür ausgebildeter Physiotherapeut sticht dabei mit einer sterilen, ganz feinen Nadel in den Triggerpunkt. Der Nadelstich regt die Sauerstoffversorgung der verspannten Muskelfasern und Faszien an, verbessert somit die Durchblutung und löst so die lokale Verspannung im Muskel. Der Einstich in den Muskel löst eine kurze Zuckungsreaktion im Hartspannstrang aus, die vom Patienten meist als lösend empfunden wird.

Faszien Techniken

Zu den Faszien zählen Sehnen, Bänder, Muskelgewebe, Gelenkskapseln und Organkapseln. Es sind faserige, kollagenhaltige Bindegewebsstrukturen.

Die Faszien in unserem Körper bilden ein grosses, zusammenhängendes Netzwerk. Es stützt und unterstützt die Muskulatur bei der Arbeit. Da Faszien äusserst viele Nervenfasern besitzen, beeinflussen sie unser Schmerzempfinden ganz erheblich.

Über die faszialen Ketten werden Spannungen im ganzen Körper gleichmässig verteilt. Bei Störung an einer Stelle kann, wenn die Faszienspannung nicht mehr verteilt werden kann, eine Fehlspannung verbunden mit Schmerzen entstehen, Schmerzen, die nicht zwingend am Ort der Störung wahrgenommen werden müssen, sondern unter Umständen entfernt an einem anderen Körperteil.

Faszien sind behandelbar durch Dehnungen der langen Muskelfaserketten, durch federnde Bewegungen am Bewegungsende, durch Hilfsmittel wie Faszienrollen und Faszienbällen oder durch manuelle Techniken ausgeführt durch den Physiotherapeuten.

Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos (FDM)

Das Fasziendistorsionsmodell ist eine medizinische Sichtweise, welche die Ursache für körperliche Beschwerden und Funktionseinschränkungen auf eine oder mehrere von sechs typischen Verdrehungen oder Verformungen des Fasziengewebes zurückführt. Werden diese Faszienverdrehungen korrigiert, können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen rasch und effektiv behandelt werden. Es ist das Ziel jeder Behandlung, durch die manuelle Zurückführung des verdrehten Gewebes den Normalzustand zu erreichen. Die Behandlung kann schmerzhaft sein, ist aber stets ungefährlich. Die Schmerzreduktion und die Mobilitätsverbesserung treten dafür sofort nach der Behandlung ein. Als Nebenwirkung können in den behandelten Gebieten Hämatome auftreten.

Lymphologische Physiotherapie

Die sanfte Massagetechnik der manuellen Lymphdrainage wirkt durch den stetigen Wechsel von Druck, Zug und Entlastung auf die Aktivität der Lymphgefässe. Die angestaute Gewebeflüssigkeit wird dadurch abtransportiert, die Wundheilung und die normale Narbenbildung gefördert und der lokale Stoffwechsel verbessert. Zur Unterstütung der Entstauung bedarf es oftmals einer Dauerkompressionstherapie mittels spezieller Lymphbandage. Ein Lymphödem entwickelt sich als Folge von Unfällen, Operationen oder durch Fehlentwicklungen des Lymphsystems.

McKenzie Therapie

Das Behandlungskonzept nach McKenzie bietet sich vor allem bei Rücken- und Nackenschmerzen an. Es werden insbesondere Eigenübungen für den Patienten eingesetzt. Erst wenn die Intensität des Übungsprogramms nicht erfolgversprechend ausreicht, hilft der McKenzie Therapeut mit bestimmten Handgriffen nach. Ein Phänomen des McKenie Konzeptes ist die Scherzzentralisation, d.h, der Schmerz zieht sich langsam aus den Extremitäten zurück und verstärkt sich zu Beginn in der Nähe der Wirbelsäule. Wenn dieses Phänomen auftritt, gilt die Behandlung als prognostisch günstig.

Funktionelle Bewegungslehre (FBL)

Die FBL lehrt, das Bewegungsverhalten das Menschen von aussen zu betrachten, Auffälligkeiten zu erkennen und zu interpretieren. Das Konzept verlangt eine präzise Beobachtung anhand von definierten Beobachtungskriterien. Diese sind die Harmonie einer Bewegung, die Koordination, der Rhythmus und das Bewegungsausmass. Sie schliessen die Fähigkeit ein, räumliche und zeitliche Qualitäten der Bewegung intuitiv zu erfassen und gehören zu den Basisqualifikationen eines jeden Physiotherapeuten.

Medizinische Trainingstherapie (MTT)

Bei Schmerz- oder Kraftproblemen, zur Beweglichkeitsverbesserung nach Operationen oder bei chronischem Schmerzzustand wird das gezielte Medizinische Training unter vorgängiger Anleitung eines Physiotherapeuten zur selbständigen Durchführung instruiert. Die Medizinische Trainingstherapie muss vom Arzt verordnet werden. Sie wird in der Regel 2-3x wöchentlich während der Dauer von 2-3 Monaten selbständig durchgeführt.

Muscle Balance

Zur Aktivierung der stabilisierenden Muskulatur wurde das Konzept des Muscle Balance entwickelt. Die tiefliegenden, gelenknahen Muskeln sind eher für die Stabilität eines Gelenkes zuständig, während die oberflächlichen langen Muskeln grosse Bewegungen ausführen. Ziel des Muscle Balance Konzeptes ist es, dass das tiefe sowie das oberflächliche System gleichermassen trainiert werden. Ein übermässiges Training der oberflächlichen Muskulatur führt dazu, dass die tiefen gelenkstabilisierenden Muskeln behindert werden, was zu Schmerzen führen kann.

Proprioceptive Neuromuskuläre Rehabilitation (PNF)

Das PNF nutzt zur neuromuskulären Faszilitation Dehnreize auf den Muskel (Muskelspindel) kombiniert mit anschliessenden dredimensionalen Bewegungsmustern. Auf diese Weise unterstützen starke Muskeln schwache Muskeln.

Medizinische Massage

Durch die durchblutungsförderne und stoffwechselanregende Handmassage werden Verspannungen im Muskel gelöst und Schmerzen beseitigt.

Elektrotherapie/ Ultraschall

Der elektrische Strom kann zu Heilzwecken verwendet werden.                                                                                                                               Eine Sonderstellung nimmt der Ultraschall ein. Hier erzeugen Schallwellen durch hochfrequenten Zug- und Druckwechsel eine Tiefenmasseage. Ein angenehmes Wärmegefühl entsteht. Durch die verbesserte Durchlässigkeit der Membrane wirkt der Ultraschall abschwellend und entzündungshemmend.

Wärmebehandlung/ Fango

Zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden , Muskelverspannungen und Stress sind Wärmebehandlungen sehr geeignet. Ihre durchblutungsfördernde Wirkung stillt den Schmerz.

Yoga

Ziel des Yoga ist es, Körper, Geist und Seele zu vereinigen, die Gesundheit zu erhalten und zu fördern. In der Physiotherapie kann das Yoga individuell an die Möglichkeiten des Patienten angepasst werden. So z.B. zur Verbesserung der Beweglichkeit des gesamten Körpers, der Koordination, des Gleichgewichtes und der Stabilisationsfähigkeit. Durch die Verbesserung der Herz- Kreislauffunktion und der Verbesserung der Atmung werden das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt.

Bobath

Die Behandlung nach Berta Bobath wird bei Kindern sowie Erwachsenen eingesetzt. Es werden neurologische Bewegungsstörungen behandelt, die durch Hirnschädigungen hervorgerufen wurden.

Craniosacral Therapie

Die Craniosacrale Behandlungsform wurde Anfangs des 20. Jahrhunderts von Dr. W. Sutherland auf der Basis der Cranialen Osteopathie entwickelt. Der wichtigste Aspekt der Craniosakralen Therapie ist die Arbeit mit dem Lebens“Atem“, der sich in langsamen rhythmischen Bewegungen im ganzen Körper ausdrückt. Er ist überall ertastbar und liefert diagnostische wie auch therapeutische Informationen. Der Lebens“Atem“ wird gleichzeitig über die Hirn-und Rückenmarksflüssigkeit in alle Zellen des ganzen Körpers verteilt, wo er die heilenden und ordnenden Kräfte organisiert und damit für unsere Gesundheit sorgt. Die Craniosacral Therapie ist eine sehr sanfte Behandlungsform. Sie kann vom Neugeborenen bis hin zum alten Menschen angewendet werden. Diese Therapieform kann nach Unfällen, Traumatas und Krankheiten unterstützend wirken.